Ökumenische Krankenhaushilfe (ÖKH)


 

Kennen Sie die ÖKH? Was bedeuten diese Buchstaben, vieles wird heute mit Kürzeln ausgedrückt, aber wissen Sie, was sich dahinter verbirgt? Die ,,Langform" ist: Ökumenische Krankenhaushilfe (im St.-Josef-Krankenhaus in Haan).


Ein bißchen Geschichte muß sein:


1981 wurde eine ehrenamtliche Gruppe auf Initiative von Pfarrer Dr. Theurich gegründet, ehemaliger evangelischer Pfarrer in Haan. Heute organisiert sich die Gruppe selbständig und unterhält gute Kontakte zu beiden Gemeinden in Haan.


Zur damaligen Zeit entstanden im ganzen Bundesgebiet viele solcher Gruppen. Die Ursprungsidee für diesen Dienst stammt aus Amerika. Frau Brigitte Schröder, die Frau des damaligen Außenministers, brachte sie mit zu uns nach Deutschland. So entstand die erste Gruppe am Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf vor zirka 25 Jahren, wo Frau Schröder lange die Leitung hatte. Später rief sie auch auf Bundesebene die Arbeitsgemeinschaft ,,Evangelische Krankenhaushilfe" ins Leben, und ebenso wurde kurz darauf eine Arbeitsgemeinschaft ,,Katholische Krankenhaushilfe" über die Caritas-Konferenzen Deutschlands gegründet. Dieser AG trat auch die ÖKH bald bei. Die Arbeitsgemeinschaften kümmern sich um die Belange der Gruppen, fördern sie, organisieren Fortbildungen und Treffen auf Bundesebene. Zu Ihrer Information: in der Katholischen Arbeitsgemeinschaft sind inzwischen zirka 180 Gruppen registriert. Ganz schön stark, oder?


Zurück zur ÖKH:
Die Mitarbeiterinnen und - vor Jahren gab es auch Mitarbeiter - hatten und haben sich die Aufgabe gestellt, Patienten im Krankenhaus zu besuchen, um Gespräche zu führen, Besorgungen zu machen, Kontakte zu vermitteln und viele kleine Dienste zu übernehmen, für die sonst niemand Zeit hat.


Aus heutiger Sicht:
Wir möchten versuchen, den Aufenthalt in der Anonymität des Krankenhauses und der Apparatemedizin zu erleichtern, eine Abwechslung zu bringen. 18 Jahre existiert unsere Gruppe, d. h. all die Jahre hat es auch immer auf fast allen Stationen Bedarf für diesen Dienst gegeben. 19 Frauen gehen regelmäßig einmal wöchentlich am Vormittag auf ihre" Station und besuchen ,,ihre" Kranken. Es bildet sich meist schnell eine Vertrauensebene im Gespräch. Es gibt unvorstellbar viele kleine aber wichtige Dienste, die von den Ehrenamtlichen wahrgenommen werden, zur Freude und Zufriedenheit der Patienten. Sicherlich würden auch Sie sich freuen, wenn Ihre Krankenzimmertür aufginge und jemand besucht Sie etwa mit den Worten: ,,Wenn Sie mögen, ich habe Zeit für Sie ...!"


Bitte glauben Sie nun nicht, daß wir vor lauter guten Taten bereits einen kleinen Heiligenschein tragen! Die Aufgabe macht Sinn und viel Freude, obgleich es sich um Besuche bei zum Teil Schwerkranken handelt. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, woher wir immer wieder die Kraft zu diesen Besuchen nehmen? Diese Antwort ist nicht einfach, aber wir haben alle übereinstimmend festgestellt: Es ist immer ein Geben und Nehmen zwischen Patient und Besucher.


Innerhalb der ÖKH gibt es die sogenannten ,,Lotsinnen", die schon morgens um 7 Uhr an der Pforte stehen und die Patienten, die zur Aufnahme kommen, empfangen und begleiten, bis sie ihr Zimmer erreicht haben. Die Lotsinnen sind sehr beliebt, und ihr Dienst ist außerordentlich geschätzt. Fänden Sie es nicht auch angenehm und erleichternd, wenn Sie schon ins Krankenhaus müssen, daß Sie dort jemand bereits an der Pforte freundlich in Empfang nimmt und begleitet innerhalb des Hauses? Die Lotsinnen helfen, den Kummer und die Angst des Ankommens in der vielfach fremden Welt des Krankenhauses zu überwinden.


Zu guter Letzt:
Die Gruppe trifft sich regelmäßig zum Austausch, manchmal zu Fortbildungen, auch zu kleinen Reisen und Einkehrtagen. Es gäbe noch viel zu berichten, aber vielleicht ist ja jetzt schon jemand neugierig geworden und möchte mal genau hören, wie der Dienst der ÖKH im St.-Josef-Krankenhaus in Haan abläuft, dann würden wir uns über Ihren Anruf freuen:

Kontakt: Hanna Eidmann, Tel.: 02129-7823