Legende der Heiligen Chrysanthus und Daria


 

Als junger Student kam Chrysanthus nach Rom und lernte dort die Christengemeinde und ihren Glauben kennen. Sein Vater, der ein hoher Beamter war, versuchte alles, um seinen Sohn von der Taufe abzuhalten.

 

Auf Anraten eines Freundes arrangierte er ein Rendezvous mit der jungen Daria, die als Hüterin des heiligen Feuers, als Priesterin der Vesta, für ihre Beredsamkeit bekannt war. Sie sollte dem jungen Mann die "christlichen Flausen" austreiben und ihn für die römische Staatsreligion zurückgewinnen. Aber das Vorhaben mißlang gründlich. Die beiden jungen Leute begannen einander zu lieben und durch das Vorbild des Chrysanthus fand Daria zum Glauben an Jesus Christus.

 

Ihre Ehe - und Glaubensgemeinschaft wirkte auf viele Römer inspirierend, auch sie ließen sich taufen. Wegen ihres Glaubens wurden beide im Jahr 253 verhaftet und gefoltert. Nach vielen legendären Wundern, die Leiden und Tod der beiden verhindern sollten, wurden sie gemeinsam auf Befehl des Kaisers Numerian an der Via Salaria in Rom unter Erde und Steinen lebendig begraben.